Blog-Link: Psychiatrietogo

Gute medizinische Blogs in Deutsch sind leider noch Mangelware. Eher per Zufall bin ich auf den Psychiatrie-Blog von Dr. Jan Dreher gestossen. Auch wenn das Thema nicht ganz unserem Kernthema entspricht, so fällt trotzdem auf, dass der Blog erstens handwerklich super gemacht ist und zweitens in der Vielfalt der Themen auch der eine oder andere Artikel ist, der auch für den Notfallmediziner relevant ist.

Hier der Link: http://psychiatrietogo.wordpress.com

Ebenfalls einen kleinen Blick habe ich bereits in das von ihm verfasste Psychiatrie iBook geworfen, welches sehr vielversprechend aussieht. Man kann sehen was alles mit diesem Medium möglich ist und dass die Veröffentlichung eines Fachbuches nicht mehr allein vom Vertrieb über einen der grossen Verläge abhängig ist. Klar bleiben derartige Bücher immer subjektiv, aber das sind die anderen bis zu einem gewissen Punkt auch, geben sie nur nicht zu…

Hier der Link zum IBook


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Akute Schmerzen der Flanke …. hätten Sie es gewusst?

Eigentlich ein Allerweltssymptom. Gerade heute – das Aufkommen der Patienten entsprach dem üblichen Andrang am Montag – haben sich auch wieder einige Patienten mit Schmerzen in der Flanke vorgestellt. Ein junger Patient hatte ein massiv aufgestautes Nierenbecken …. Zufallsbefund eines hervorragend durchgeführten Ultraschalls in der Notaufnahme.

Langer Rede, kurzer Sinn. Im aktuellen N Engl. Journal of Medicine ist ein didaktisch wieder hervorragend aufgearbeiter Artikel über einen 50 Jahre alten Patienten mit vorbekanntem und seit 15 Jahren Rezidiv-freiem M. Hodgkin. Sehr exakt gibt der Patient den Beginn der massiven Schmerzen an.

Die Autoren gehen in der Diskussion zunächst sehr detailliert auf die Differentialdiagnose von Flankenschmerzen ein. Der akute, thrombembolische Infarkt der Niere … welche beim besprochenen Patienten vorlag, ist charakterisiert durch das plötzliche Auftreten und die starken Schmerzen. Leichtes Fieber ist im Bereich des Möglichen.In der weiteren Diskussion werden Aspekte wie Infektionen beim asplenischen Patienten und die möglichen Differentialdiagnosen des Niereninfarkts ausführlich besprochen. Lesenswert!


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Beeindruckende Bilder interaktiv: akuter Bauch die Zweite

Eine weitere interessante Bauchschmerzgeschichte aus der ZNA…

Eine 44-jährige Patientin ohne nennenswerte Vorerkrankungen stellt sich vor mit seit 5 Tagen bestehenden abdominellen Beschwerden, zunächst über 3 Tage leichter diffuser Bauchschmerz mit mitlleren Mittelbauch mit eher weicheren Stühlen ca. 5 Mal pro Tag, das ganze ohne Übelkeit oder Erbrechen oder Dysurie.

Seit dem Vorabend dann zunächst leichte, im Verlauf seit der Nacht immer stärker werdende Beschwerden mit Schmerzmaximum im linken Unterbauch, nun auch Übelkeit/Erbrechen und Temperatur von 38,1°C.

Vorerkrankungen:  KEINE,  zwei vaginale Entbindungen, einmal  vor Jahren Gastro und Koloskopie ohne wegweisenden Befund

Vitalwerte: HF 90/min, RR 125/75, SO2 98% unter RL, AF 21/min, Temp 38,4°C, Schmerz NAS 8/10

Untersuchungsbefund: wache und voll orientierte Patientin, Auskultation von Herz und Lungen unauffällig, Abdomen maximal gespannt mit starker peritonitischer Reizung, im linken Unterbauch bereits bei leichter Berührung deutliche Schmerzhaftigkeit, etwas diskreter ausgeprägt auch im restlichen Abdomen, normale Darmgeräusche, Nierenlager ebenfalls beidseits leichter klopfschmerzhaft.

Welche Zusatzdiagnostik brauchen wir jetzt?


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Seniorin auf Droge? Know your tools (and their limitations)…

Eine 75 – jährige Patientin wird vom Notarzt mit multiplen Schnittverletzungen an den Extremitäten in den Schockraum gebracht.

Die Anlage eines venösen Zugangs war präklinisch bei Hypothermie (34°C) nicht gelungen, so daß eine intraossäre Kanüle in die Tibia gebohrt worden war. Vom Notarzt wird über einen Blutverlust in der Wohnung von ca. 1,5 l berichtet. Die Patientin nimmt Dabigatran bei Vorhofflimmern. Bei Eintreffen im Schockraum ist die Patientin kreislaufstabil (RR 120/70 mmHg, Hf 70/min, SpO2 94%). Sie hat multiple, teilweise tiefe Schnittverletzungen an allen Extremitäten, die jedoch bei Aufnahme nicht mehr bluten.Die Anlage eines venösen Zuganges gelingt problemlos.

Die Patientin wurde zu Hause im Schlafzimmer in einer Blutlache von Nachbarn aufgefunden. Neben ihr Lagen mehrere Rasierklingen. Hinweise auf ein Fremdeinwirkung gibt es nicht, die Rettungskräfte gehen von einem Suizidversuch aus.

Da die Ursache Somnolenz zunächst unklar ist und eine Medikamentenintoxikation nicht ausgeschlossen werden kann, führen die Kollegen der ZNA ein Drogenscreening im Urin durch. Dieses ist positiv auf Metamphetamin und THC.

Auch für einen Drogenrausch gibt es keine Altersgrenze, aber das erschien uns doch angesichts dieser Patientin auch nach Rücksprache mit den Angehörigen sehr unwahrscheinlich.

Nach Rücksprache mit dem Hersteller des Drogentests, in diesem Fall http://oekonomed.de

wird die Sache klarer. Es gibt eine 6-seitige Liste (die wir hier leider nicht veröffentlichen dürfen) mit möglichen Kreuzreaktionen zwischen dem Schnelltest und verschiedenen Medikamenten.

In unserem Fall hat wahrscheinliche die Einnahme von Pantozol einen THC-Konsum vorgetäuscht. Ranitidin kann Metamphetamine vortäuschen.

Als Ursache der Somnolenz vermuten wir im Nachhinein eine Kombination aus Anämie und Hypothermie.

Nach 2 Stunden war die Patientin wach und zu allen Qualitäten orientiert.

Diese zwei Artikel beschäftigen sich mit Drogenschnelltests und möglichen Interaktionen:

http://www.healio.com/orthopedics/journals/ORTHO/{E98EF187-30EE-4C8A-BE36-47D0C7FAC694}/A-Review-of-the-Methods-Interpretation-and-Limitations-of-the-Urine-Drug-Screen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21507878

 


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Ankündigung: “Leben im Schichtdienst?” – Die DGINA-Umfrage und Fortbildung zur Arbeit in Notfall- und Intensivmedizin

Eine Frage die sich die meisten Assistenz- und Oberärzte in der Notfall- (und auch Intensivmedizin) wohl schon einmal gestellt haben dürften, da diese Bereiche wie keine anderen von einer 24/7-Versorgung abhängig sind. Die vermeintliche Unvereinbarkeit von langfristiger Schichtarbeit und fehlenden Exit-Möglichkeiten ist ein Thema, welches von berufspolitischen Gegnern des Öfteren als Gegenargumente gegen einen Facharzt für Notfallmedizin angeführt werden.
————————————————————————————————-
Die YED (Young Emergency Doctors)-Sektion der DGINA möchte sich mit diesem Thema in Zukunft in zweifacher Weise konstruktiv auseinandersetzen,
  1.  mit einer Umfrage zu Wünschen und Bedürfnissen der im Schichtdienst arbeitenden Kollegen
  2.  mit einer eintägigen Fortbildungsveranstaltung zum Thema Schichtarbeit und Dienstplangestaltung.
————————————————————————————————-
Die Umfrage:
Welche Faktoren spielen bei einer guten Dienstplangestaltung eine Rolle? Was muss gewährleistet sein, damit junge Kollegen Arbeiten in einem Schichtsystem als erfüllend und aushaltbar empfinden? Welche neuen Wege können gegangen werden?
Hinter diesem Umfragelink verbirgt sich die DGINA-Umfrage “Leben im Schichtdienst?”. Alle in einer Notaufnahme arbeitenden Ärzte sind herzlich eingeladen hier ihre Meinung abzugeben und damit an der Zukunft der Dienstgestaltung in der Notaufnahme aktiv mitzuwirken.
————————————————————————————————-
Die Fortbildung:
Wie ist die rechtliche, wie die arbeitsmedizinische Perspektive in der Schichtarbeit? Wie schätzen Chefärzte, wie Assistenten, wie Teilzeitkräfte mit Kindern die Situation ein? Wie gestaltet man arbeitnehmerfreundliche Dienstpläne, wie kann ich Fortbildung gewährleisten, wenn immer nur wenige anwesend sind? Und wie machen es eigentlich die Anderen im In- und Ausland?
Diesen Fragen werden wir uns mittels Vorträgen und interaktiven Elementen im Rahmen der Fortbildung widmen. Ein ausführliches Programm folgt Mitte Februar, hier jedoch schon einmal die Rahmendaten.
  • Termin: Samstag der 22. 6. 2013, 9:00 – 17:15 Uhr
  • Ort: Seminarräume der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg, St. Florian Str. 2, 63263 Neu-Isenburg (zentrale Nähe Frankfurt/Main Flughafen und S-Bahn Station, von dort a.A. Transport möglich)
  • Teilnahmebeitrag: 50 Euro (Ärzte, Krankenhausmanagement), ermässigt 25 Euro (Pflege, Rettungsdienst, Studenten)
  • Anmeldung: über diesen Link. Bitte beachten Sie, dass Anmeldebestätigungen frühestens ab Mitte Februar versendet werden und die Teilnahmeplätze begrenzt sind.

Nähere Informationen demnächst hier…


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Airway Management bei Reanimation

Guten Morgen! Hab ne ganz spannende Studie im JAMA gelesen:

Retrospektiv wurde ein Reanimationsregister in Japan ausgewertet. Über 650 Tsd Patienten nach out-of-hospital cardiac arrest wurden analysiert. 57% der Patienten wurden während der Reanimation mit Maske und Beutel beatmet, 43% haben ein Atemwegsmanagement erhalten (Intubation bzw. supraglottische Atemwegsunterstützung).

Interessant sind nun die Ergebnisse: In der Kohorte mit Atemwegsmanagement – sowohl bei Intubation als auch bei supraglottischen Atemwegshilfen – war ein signifikant schlechteres Ergebnis hinsichtlich aller Endpunkte (auch Tod bzw. Entlassung mit gutem neurologischen Ergebnis) zu verzeichnen. Insgesamt ist aber das Ergebnis bei Reanimationen in Japan deutlich niedriger wie z.B. in Deutschland (1-2% Entlassung aus dem Krankenhaus).

In den letzten Jahren gibt es einen zunehmenden Shift von ABC zu CAB bei der Reanimation. Inwieweit nun diese retrospektive Analyse auch auf die Situation in Deutschland übertragbar ist (wir haben kein Paramedics System, sondern ein Arzt-gestütztes Rettungssystem), ist schwierig zu sagen. Aber offensichtlich macht es Sinn, sich zunächst der Chest-Compression und dem “Kreislauf” zu widmen, bevor die Atemwege gesichert werden.

Die Organisationen, die die Reanimationsrichtlinien entwickeln, werden derartige Studien sicherlich zum Anlass nehmen, den gesamten Algorithmus nochmals zu überarbeiten. Dringend notwendig wären prospektive Studien, auch im Setting hier in Deutschland. Und natürlich sollte man derartige Studien diskutieren. Im Journal Watch ist ein sehr interessanter Kommentar zu lesen.

 


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Ethik in der Notfallmedizin – Über die moralische Verantwortung des Generalisten

Ein weiterer, wie ich finde sehr interessanter Beitrag meines Kollegen Thomas Plappert zur manchmal nicht so ganz einfachen Position des Generalisten zwischen immer mehr Spezialisierung.
Als Notfallmediziner stehen wir jeden Tag eingebunden in ein Netzwerk aus Patienten, deren Familien, unserer eigenen Abteilung und den anderen Kliniken, den Hausärzten und niedergelassenen Spezialisten. Als Generalisten und – das macht uns zu etwas Besonderem – Ärzte, die die komplette Anamnese des Patienten und dessen Bedürfnisse und Wünsche in einem mitunter wörtlich “stundenlangen” Prozess erheben, stehen wir dann mitunter in einem Konflikt: da gibt es einen Facharzt, der zu einem anderen Facharzt zur gezielten Durchführung einer invasiven Maßnahme überweist. Und irgendwie beschleicht uns das Gefühl, wenngleich es sich vielleicht um Entscheidungen ausserhalb unseres “angestammten” Fachgebietes und ausserhalb der Notfallmedizin handelt, dass das, was hier geschieht, vielleicht nicht das Beste, vielleicht nicht einmal im Sinne des Patienten ist. Was machen wir nun? Wie positionieren wir uns dazwischen? Ist es ein sinnvoller Kampf? Ist es überhaupt ein Kampf? Wer kann gewinnen, wer verlieren? Und was ist unsere Verantwortung?
Ein interessantes Paper des New England Journal von dieser Woche ist, wenn man sich die Vorzeichen ein wenig verändert vorstellt, durchaus auf die Notfallmedizin übertragbar. Und erinnert uns an das, was wir zu allererst sind: Menschen und Ärzte. Und das über Gebietsbezeichnungen, Hierarchieebenen und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten zur Auslastung unserer Einrichtungen nicht vergessen sollten.

Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Youngster in der Notaufnahme – schnell genug, oder zu schnell?

In einem wirklich interessanten Artikel von StEmlyns dem wie ich meine besten Notfallmedizin-Blog geht es um das Arbeitstempo in der Notaufnahme. Jeder von uns kennt Kollegen denen man beim Laufen die Schuhe besohlen kann, aber auch diejenigen die Patienten in riesigen Mengen umsetzen (den englischen Begriff “movin´the meat” finde ich schon etwas grenwertig). Aber woran liegt das?

Ist langsam gleich schlecht? Ist langsam gleich unsicher? Die im Beitrag geführte Diskussion ist sicher zumindest teilweise gut auf unser System übertragbar. Ein, nein der wahrscheinlich wichtigste Faktor ist, dass die jungen Kollegen im Wesentlichen allein auf weiter Flur stehen und da sie die Algorithmen noch nicht drauf haben unsicher sind und sich ständig rückversichern. Dies und nicht der Unwille zu schnellerem Arbeiten ist meiner Meinung nach das Problem wenns in der ZNA nicht schnell genug voran geht…

Meinungen?


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Ein Klassiker – Rettungseinsatz im Altenheim

Ein netter Fall für unsere Beginnerkollegen aus der Präklinik von meinem Kollegen Stephan Rauscher aus Stuttgart.

Ist aber 100%ig auch auf die Notaufnahme übertragbar:

Ein gerade mit der Versorgung einer Patientin im Altenheim beschäftiger Notarzt wird telefonisch von der Leitstelle über eine weitere kollabierte Patientin im selben Altenheim informiert. Ein weiterer RTW ist auf der Anfahrt.

Und wie es nun mal oft so ist sind die Wege weit, die Beschilderung nicht sehr hilfreich,  der Aufzug gerade woanders und so ist beim Eintreffen des Notarztes durch die bereits eingetroffene RTW – Besatzung bereits folgendes EKG abgeleitet:

ecg1

Die 82-jährige Patientin sitzt im Stuhl und berichtet, daß Ihr beim Lesen im Sitzen plötzlich übel und schwarz vor Augen geworden sei. Bewusstlos sei sie nicht geworden und habe noch selber telefonisch Hilfe holen können.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sei die Symptomatik bis auf eine leichte Übelkeit verschwunden, es bestanden bis zum NA-Eintreffen keine weiteren neurologischen Symptome, keine AP oder Dyspnoe. Die Patientin lebt im betreuten Wohnen, nimmt an gemeinsamen Mahlzeiten teil und versorgt sich sonst komplett selbst. Auf Nachfrage berichtet sie Ihre Vorerkrankungen:

Bluthochdruck, KHK mit Stent 2010 und gutem invasiven Ergebnis in Follow-Up

Dauermedikation: Candesartan, HCT, Metoprolol, ASS, L-Thyroxin, Amlodipin, Spironolacton

Auf erneutes Nachfragen fällt Ihr dann doch noch eine weitere Vorerkrankung ein …

Wie befunden Sie das EKG, was ist Ihre Verdachtsdiagnose?

 


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Erfolgreicher Abschluss des 1. Kurses “Notfallmedizin für Berufseinsteiger”

Am Wochenende ging der der erste Kurs “Notfallmedizin für Berufseinsteiger” organisiert durch die YED (Young Emergency Doctors) der DGINA erfolgreich über die Bühne.

Zu diesem Event fanden sich insgesamt 24 Teilnehmer aus ganz Deutschland in den Räumlichkeiten der INA des Katharinenhospitals Stuttgart ein und verbrachten Samstag und Sonntag jeweils mit einem in morgendliche Frontalvorträge und nachmittägliche Hands-On Sessions aufgeteilten Programm zu insgesamt 6 interdisziplinären notfallmedizinischen  Leitsymptomen.
Bearbeitet wurden mit den Themen Thoraxschmerz, Bauchschmerz, Apoplex, Extremitätenfrakturen, Analgesie und Procedural Sedation sowie Wundversorgung Themen aus unterschiedlichsten Teilgebieten der klinischen Notfallmedizin.
Am Nachmittag folgten thematisch passende praktischen Module wie EKG-Befundung, Bauchsonographie, CCT-Befundung, Befundung konventioneller Röntgenbilder bei Extremitätenverletzung, Beatmung und ein Nahtkurs. 
Prof. Schilling, der Chefarzt der INA des Katharinenhospitals rundete das Programm mit einem Eingangsvortrag zur Stellung der ZNA und der Notfallmedizin und einer Führung durch die INA des Katharinenhospitals ab.

Bei Wunsch nach Informationen bezüglich einer Wiederauflage einfach eine Nachricht an den Blog senden oder via unserer Facebook-Page.


Copyright © 2013 by DGINA e.V.
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. Digital Fingerprint: 678345985D53467G45367I56478N35782A

Thematisch passende Beiträge

Notfallmedizin-Blogs 2013: Grosse Vereinfachung durch RSS-Sammel-Feed

Eine erfreuliche Neuerung ermöglicht allen interessierten Fans der Notfallmedizinblogs diese zukünftig an nur einem Ort zu konsumieren und sich von dort bei weiterem Interesse weiterzuklicken.

Unter FOAMEM finden sich chronologisch geordnet knapp 130 Blogs gelistet, im laufenden Feed nach Aktualität geordnet, jedoch auch mit der separaten Möglichkeit eine Ordnung nach Sprachen vorzunehmen. Im deutschen Bereich ist allerdings bislang lediglich unser Blog auffindbar.

Ich finde dies ist ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisiserung der notfallmedizinischen Webressourcen!


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Der Diagnostik-Kniff: Schlaglöcher unterstützen die Diagnostik bei akuter Appendicitis!

Hallo. Ich hoffe, dass Sie ein schönes Weihnachtsfest hatten. Bei uns sind die Wartebereiche in den Notaufnahmen übergelaufen. Das lange Wochenende hat sicherlich dazu beigetragen, dass – wie eigentlich vorhersehbar – viele Arztpraxen geschlossen haben.

Aber es gibt Interessantes zu berichten: Hatten Sie etwas die Muse, die Weihnachtsausgabe des Britisch Medical Journal zu schmöckern? Nun, es ist faszinierend, dass die Kapillarisierung der Rentiernase offensichtlich sehr ausgeprägt ist und deshalb die “rote Nase” als Kennzeichen erklärt werden kann. Oder dass ein Hund bei Patienten mit Diarrhoe das Vorliegen einer Clostridium difficile Infektion detektieren kann (ultimativer Schnelltest ;-) .Sehr interessant fand ich desweiteren die Arbeit über eine neuartige Diagnostik bei der Abklärung einer Appendizitis: Wenn Patienten mit dem Auto zur Vorstellung in die Klinik fahren und über Verkehrshindernisse fahren (z.B. Schlaglöcher, Strassenschwellen etc.) und es hierbei zu einem Schmerzereignis durch die Erschütterung im Abdomen kommt, so hat dies einen sehr hohen negativ prädiktiven Wert beim Nichtvorliegen dieses Erschütterungsschmerzes  (The sensitivity was 97% (95% confidence interval 85% to 100%), and the specificity was 30% (15% to 49%). The positive predictive value was 61% (47% to 74%), and the negative predictive value was 90% (56% to 100%). The likelihood ratios were 1.4 (1.1 to 1.8) for a positive test result and 0.1 (0.0 to 0.7) for a negative result). Damit ist die diagnostische Genauigkeit dieses Items höher wie manch andere diagnostische Elemente unserer Untersuchungen.

Limitiert ist diese Studie natürlich durch die geringe Fallzahl. Aber …. zumindest kann man im Rahmen der Anamnese nachfragen, ob bei der Anfahrt im Auto ein Erschütterungsschmerz bei Überfahren von STrassenschwellen etc. vorlag oder eben nicht.

Ich wünsche Ihnen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

 


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Strukturierte Vorankündigung kritisch kranker Patienten verbessert Versorgung in Notaufnahme

In der aktuellen Notfall- und Rettungsmedizin präsentiert Kollege Weichert seine Erfahrungen mit einem standardisierten Anmeldebogen für kritisch kranke Patienten in der Notaufnahme, der in Krefeld unter seiner Ägide eingeführt wurde.

Das Konzept erscheint schon vom Gefühl in die richtige Richtung zu weisen, umso erfreulicher ist es, wenn dies pointiert dargestellt bestätigt wird. Der Artikel ist in jedem Fall  sehr lesenswert.

Hier der Link.


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Ist die Gabe von Sauerstoff wirklich notwendig?

Hat ein Patient einen akuten Mykardinfarkt, eine Exazerbation einer COPD oder einen Schlaganfall, dann wird sofort die Nasenbrille aufgesetzt und Sauerstoff gegeben. Aber ist dies wirklich notwendig? Es gibt ja durchaus Hinweise, dass z.B. nach Reanimation eine Hyperoxämie zu ungünstigerem Outcome führt und auch die Routinegabe von Sauerstoff bei akutem Myokardinfarkt zu einer Übersterblichkeit führt.

Dazu gibt es einen sehr spannenden Übersichtsartikel im British Medical Journal:

Schrittweise wird Wissenswertes über die Gabe von Sauerstoff bei Notfallpatienten berichtet und durchaus kontrovers diskutiert. Die übliche unreflektiert “Standardgabe” von Sauerstoff wird kritisch hinterfragt und aufgrund der vorhandenen Studiendaten letztendlich folgendes Vorgehen vorgeschlagen:

Ziel ist es üblicherweise, eine Sauerstoffsättigung von 94-98% zu erreichen. In den meisten Fällen ist eine Sauerstoffgabe bei einer Sättigung <95% zu erwägen.

Patienten mit COPD sollten eine Zielsättigung von 88-92% erreichen.

Eine “fixe Dosis” von Sauerstoff sollte eigentlich nicht verabreicht werden. Hierzu gibt es Daten, dass dies evtl. sogar mit ungünstigen Ereignissen assoziiert sein kann.

Zusammenfassend gibt noch diese Tabelle eine gute Hilfestellung:

Box 1: Medical emergencies where oxygen is likely to be required until patient is stable and within target saturation range3

Medical emergencies requiring high concentration oxygen in all cases
  • Shock, sepsis, major trauma

  • Cardiac arrest and during resuscitation

  • Anaphylaxis

  • Carbon monoxide or cyanide poisoning

Medical emergencies where patients are likely to need oxygen therapy (ranging from low to high concentration depending on disease severity), with target saturation range 94-98%
  • Pneumonia

  • Asthma

  • Acute heart failure

  • Pulmonary embolism

Medical emergencies where patients are likely to need controlled oxygen, with target saturation range 88-92%
  • Acute exacerbation of chronic obstructive pulmonary disease (COPD)

  • Acute illness in patients with cystic fibrosis

  • Acute respiratory illness in patients with obesity hypoventilation syndrome or morbid obesity

  • Acute respiratory illness in patients with chronic neuromuscular or musculoskeletal conditions

Wer noch etwas über die Notwendigkeit einer Sauerstoffgabe bei akutem Schlaganfall lesen möchte, ist hier gut bedient. Wirklich spannend!


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Medien für den Notfallmediziner – der Vortrag als PDF

Das Adventssymposium in Nürnberg war ein sehr gelungenes Event. Neben den zahlreichen interessanten Vorträgen war auch ein vorweihnachtliches Wochenende in Nürnberg absolut eine Reise wert.

Im Rahmen der Fortbildung hatte ich die Gelegenheit meine Gedanken zum Thema Notfallmedizin-Ressourcen im Web darzustellen. Wie im Rahmen des Vortrages versprochen folgt hier der komplette Vortrag als PDF mit allen Links zum Nachlesen.

Medien für den Notfallmediziner, Nürnberg Adventssymposium 2012 (Lomberg)

 


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Tox Update – Diphenhydramin Intoxikation

Liebe Freunde der Notfall- und Akutmedizin. Die gestrigen Programmpunkte des Adventssymposiums waren wirklich sehr sehr spannend. Eine weitere Steigerung zu den schon am Freitag präsentierten Themen. Alle Teilnehmer waren sehr zufrieden, obwohl wir sicherlich weiter an unserem Konzept arbeiten werden. So wurde insbesondere der Wunsch nach mehr Diskussionmöglichkeiten geäußert.

Gerne nehme ich den Vortrag des Nürnberger Neurologen Prof. F. Erbguth zum Anlass, um folgenden Artikel aus dem New England Journal of Medicine einzustellen.

Die Darstellung eines Opsoclonus, welcher in der vorliegenden Konstellation (wacher Patient, Opsoclonus) offensichtlich pathognomonisch für die Intoxikation mit einigen Substanzen ist (u.a. Diphenhydramin). Der Vortrag von F. Erbguth hat in hervorragender Weise verschiedene Bewegungsstörungen mit verschiedenen Krankheitsbildern in Zusammenhang gebracht und diese mit uns diskutiert. Sehr unterhaltsam. Das Video seines Vortrags werde ich mit den anderen Videoaufzeichnungen des Adventssymposiums in Kürze einstellen.


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Fancy ECG – Hätten Sie es gewusst?

Time is limited. Leider habe ich dies die letzten Tage mal wieder am eigenen Leib gespürt. Die Organisation des Adventssymposiums (zu dem ALLE Interessierten Ärzte, Pflegenden, MFAs, Rettungsassistenten, Studenten etc.) eingeladen sind, wirft einen langen Schatten. Dank der überdurchschnittlichen Leistungsbereitschaft der Organisatoren, werden wir dies auch dieses Jahr stemmen können.

Also: Am kommenden Freitag und Samstag ist es soweit. Es gibt auch Eintrittstickets vor Ort! Nun aber doch wieder ein fachliches Thema. Ein 12-Kanal EKG, welches mir heute über den Weg “gelaufen” ist.Ein 65jähriger Patient stellt sich in der Bereitschaftspraxis wegen Obstipation vor. Seit einigen Tagen hat er vermehrt Belastungsdyspnoe, ist zunehmend schwach.

In der Vorgeschichte ist ein “Herzinfarkt” vor 7 Jahren zu vermerken.

Eine Einweisung in die Notaufnahme erfolgt (kodiert!) Belastungsdyspnoe, Obstipation, V.a. Anämie.

In der Notaufnahme stellt sich der Patient mit folgenden Vitalparametern vor: ESI 2, AF 14/min, HF 127/min, RR 115/85; GCS 15, Temp 38.2 °C, Sättigung 81% unter Raumluft.

Es wird bei Aufnahme ein 12-Kanal EKG geschrieben:

Ich finde, dass dies ein sehr spannendes, und durchaus nicht ganz einfach zu interpretierendes EKG ist.

Ich bitte Sie, Ihre Interpretation des EKGs zu kommentieren und vorzuschlagen, was Sie als nächtes gemacht hätten.

Die Auflösung erfolgt dieses Mal etwas früher …. Versprochen ;-)


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

1 Woche Schaffenspause…

Aufgrund persönlicher Kurzurlaube und Kongressvorbereitungen müssen wir unseren Blog leider für eine Woche hintenanstellen. Ab Mitte Dezember geht es dann wieder weiter mit interessanten News, Fällen und mehr zum Thema Notfallmedizin…

Mit zwei Leuten ist es manchmal etwas schwer immer regelmässig Neuigkeiten zu präsentieren, deshalb hier noch einmal der Aufruf an Interessierte sich mit eigenen inhaltlichen Themen bei uns einzubringen…


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Notfallmedizin advanced – Wie hätten Sie entschieden?

Eine 90-jährige Rüstige Frau stellt sich vor mit akut aufgetretener Dyspnoe und thorakalem Engegefühl. Keine Ausstrahlung, keine Übelkeit, kein Erbrechen, nie so etwas zuvor gehabt.

VE: arterielle Hypertonie, keine kardiopulmonalen Vorbefunde

Soziales: allein zuhause lebend, Selbstversorgerin

Vitalwerte: SO2 96% unter 6l O2, RR 110/80, HF 100/min, Temp 37.3°C

Notfallsono/Echo für Dyspnoe: Vena cava inferior nicht moduliert und prall, RV>LV, LV-Funktion gut, Lungen trocken

Lab: D-Dimer >15 (Normwert 0,5), Trop 90 (Normwert <30)

Ich denke alles soweit klar: Hinweis auf eine grosse hämodynamisch beginnend wirksam werdende LAE. Pat ist aber recht stabil, oxygeniert gut unter 6 l O2 und fragt was nun wird. Es wird ein CT-Thorax angefertigt, welches neben einem reitenden Thrombus im Pulmonalishauptstamm diesen Befund zeigt.

Was ist es und wie denken Sie sollten wir therapieren (meines Wissens nach gibt es keine klare Leitlinie hierfür, aber ich erhoffe mir eine interessante Diskussion).

 


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Beeindruckende Bilder interaktiv – Bauchschmerzen und Erbrechen

Eine 28 yr. junge extrem kachektische Patientin mit Anorexia nervosa, derzeit ohne psychotherapeutische Anbindung stellt sich vor wegen Übelkeit und Erbrechen. Aus Anamnese ergeben sich HInweise auf eine weiterbestehende psychiatrische Ursache, allerdings ist der Bauch recht hart und ubiquitär druckschmerzhaft.

Die Vitalere: RR 100/60, HF 92/m, SO2 98% unter RL, Temp 36.5°C, Schmerz NAS 7/10

Eine initiale Sonographie zeigt eine nahezu den gesamten Bauchraum ausfüllende flüssigkeitsgefüllte Struktur. Nach Anlage einer Magensonde, die mässig Magensekret ohne Blut fördert erfolgt der Entscheid zu einer CT-Bildgebung…

Ideen?

Gehen wir noch mal einen Schritt weiter. Es handelt sich nicht um eine pathologische Struktur per se. Es handelt sich um ein Organ, dieses ist aber erheblich pathologisch verändert. Sehen Sie einmal auf die röntgendichte Rohrstruktur in der Mitte…. Ich poste noch einen Transversalschnitt:

OK, das riesige organ, welches den gesamten Bauchraum ausfüllt ist…. der Magen! Und was von aussen schon nicht gut aussieht sieht meist auch von innen nicht so gut aus:

Und wie gehts weiter? Zunächst mit munterem Raten, ich verabschiede mich in eine Woche Urlaub…

 


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

DGINA Blog – Fazit der ersten 2 Monate

Liebe Leser,

den heutigen 1. Dezember möchten wir nutzen um uns bei Ihnen für ihr Interesse an unserem Blog zu bedanken. Seit nun mehr 2 Monaten versuchen wir täglich neue interessante Nachrichten aus dem Bereich Notfallmedizin/Notaufnahme zusammenzustellen und hoffen dabei den Geschmack der Leser zu treffen. Um dies zu tun benötigen wir jedoch noch mehr Feedback.

Was interessiert Sie? Welchen Themen sollen wir uns zukünftig widmen?

Gerne können Sie uns auch eigene Textvorschläge zum Thema zusenden, die wir uns gerne ansehen und bei Eignung (natürlich unter Nennung des Urhebers – wenn gewünscht) veröffentlichen.

Seien Sie Teil dieser Interaktivität, treten Sie in Kontakt zu hunderten anderen Gleichgesinnten…


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Notfallmedizin leise: Patient mit liegendem Zugang – plötzlich nicht mehr auffindbar…

Wenn ich Posts aus dem englischsprachigen Ausland lese, inklusive der darunter folgenden Kommentare, die über unterschiedliche Regelungen diskutieren wie mit Patienten zu verfahren ist, die mit einer Viggo, Ebbo oder wie auch immer man die Rosanüle am Arm bezeichnen soll, die Klinik verlassen hat, dann wird mir leider einmal mehr schmerzlich bewusst, wie weit wir entfernt sind von einer guten standardisierten Klinischen Notfallmedizin. In diesem gutem Post des Blogs Impacted Nurse, den ich besonders interessierten Pflegekräften in der ZNA nur ans Herz legen kann, geht es genau um dieses Thema.

Fazit für mich ist, dass die kognitiven Fähigkeiten des Patienten ein wesentliches Entscheidungskriterium für das weitere Vorgehen sind.

Aus meiner persönlichen Erfahrung mit den Suchaufträgen (fragliche Suizidalität, Demenz) an die Polizei würde ich vermuten, dass es schwerfallen dürfte diese von der Suchnotwendigkeit zu überzeugen. Und wie sagte einer der Kommentatoren noch: “They’ve got a small disposable piece of plastic in their arm.”.

Nicht sehr überzeugend für eine kleine Streifenfahrt, oder?

Was ist Ihre Meinung?


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Spannende Diskussion – Hat ein “Stiff neck” mehr Schaden als Nutzen

So als passionierter, internistisch vorgebildeter Notfallmediziner beschäftigt man sich mit dem Stellenwert mancher chirurgischer Techniken nur wenig. Um so mehr war ich überrascht, eine eMail von Kollegen Kulla aus Ulm zu erhalten, in der u.a. eine wissenschaftliche Publikation enthalten war, deren Aussage ist, dass das Anlegen eines Stiff Neck mehr Schaden anrichtet als es nutzt.

Absoluter Blödsinn?

Nun, es gibt Übersichtsarbeiten, die den Stellenwert eines Stiff Neck durchaus als positiv bewerten und diverse andere Empfehlungen aussprechen. Hier die Originalzitate aus dieser Arbeit:

Question 1. What is the optimal type and duration of prehospital spinal immobilization in patients with acute SCI?

Immobilization of patients with SCI during the prehospital setting should include a cervical collar, head immobilization, and a spinal board. Patients should be transferred off the hardboard on admission to a facility as soon as is feasible to minimize time on the hardboard. If patients are awaiting transfer to another institution, they should be taken off the hardboard while awaiting transfer.

Padded boards or inflatable bean bag boards should be utilized to reduce pressure on the occiput and sacrum. These recommendations are intended for adults and children over the age of 12 years

Question 2. During airway manipulation in the prehospital setting, what is the ideal method of spinal immobilization?

Airway management of acute SCI patients requiring intubation in the pre-hospital setting should include the use of manual in-line cervical spine traction. Intubation of patients with acute SCI in the pre-hospital setting should not rely solely on cervical collar neck immobilization. Indirect methods of intubation may cause less cervical movement than with direct laryngoscopy with a Miller blade.

Question 3. What is the impact of pre-hospital transport time to definitive care on the outcomes of patients with acute SCI?

Transport of patients with acute traumatic SCI to the definitive hospital center for care should occur within 24 h of injury.

Question 4. What is the role for pre-hospital care providers in cervical spine clearance and immobilization?

Emergency medical personnel in the pre-hospital setting can be trained to apply criteria to clear patients of cervical spinal injuries and immobilize patients suspected of having a cervical spinal injury. The implementation of this recommendation will likely be impacted by regional variations in law and health policy.

Andere Arbeiten (und gleichzeitig Empfehlung einer Expertengruppe) kommen zu einem anderen Ergebnis: Die Immobilisation der HWS sollte nur bei Vorhandensein eines fokal neurologischen Defizits erwogen werden. Von einer routinemäßigen Stabilisierung sollte abgesehen werden – wegen der damit verbundenen Nachteile.

In einer kritischen Arbeit in Curr Opin Crit Care aus 2002 wird der Stellenwert der HWS-Immobilisierung ebenfalls sehr zurückhaltend diskutiert.

Nun, dieses Thema hat unter einigen Freaks, welche diese eMail erhalten haben eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Ich erlaube mir, die eMail von Kollegen Bernhard aus Leipzig, der bei der S3 Leitlinie Polytrauma mitgewirkt hat, in Auszügen zu zitieren:

Herr Kulla hat hier eine sehr wichtige Frage gestellt: Bringt die prähospitale HWS-Immobilisation etwas, birgt diese ggf. Risiken/Komplikationen und kann man bei einer bestimmten Patientengruppe nicht darauf verzichten. Wir wissen aus der Literatur, dass die HWS- und Ganzkörperimmobilisation relevante Auswirkungen auf den Patientencomfort, die respiratorische Funktion und die Haut hat. Teilweise dauert es eben doch etwas länger bis der Patient innerklinisch abgeklärt ist und schon haben sich Druckstellen entwickelt. Darüber hinaus besteht eine nicht unerhebliche Problematik im Rahmen der Atemwegssicherung, hier heißt es ja nicht umsonst, „kann der Anwender problemlos intubieren, saß der Stiffneck nicht richtig“ (daher auch die MILS als Empfehlung in der S3 LL Polytrauma). Wir haben die NICE und die NEXUS-Kriterien um zu evaluieren bei welchen Patienten wir auf eine HWS-Immobilisation bzw. auf eine  bildgebenden Abklärung verzichten können.

Ich möchte aktuell dies aber kritisch folgendermaßen diskutieren:  Wenn man einen etablierten Standard entfernt bzw. ein gelebtes Procedere mit einem „schwierigen“ Entscheidungsalgorithmus unterlegt, so werden einige Patienten profitieren, andere werden aber nicht profitieren und ggf. Schaden erleiden.

…… Die Amerikaner diskutieren diesen Punkt ja nicht weniger kritisch als wir. Ich denke wir müssten uns hiermit beschäftigen, dann aber ein einfaches und rasch umsetzbares Konzept mit höchstmöglicher Sicherheit vorschlagen, ansonsten  läuft man Gefahr eingetretene Wege für Traumapatienten unsicher zu gestalten.

 


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Risiko in der Notfallmedizin, die Zweite…

Ich muss gestehen, dass meine Mitstudenten und ich für die medizinische Statistik früher nie viel übrig hatten. Auch war uns die Wichtigkeit des Verständnisses für derartige Inhalte früher wenig bewusst. Heute arbeiten ein paar von uns in der Notaufnahme und führen täglich Tests  an Patienten durch die weder 100%ige Sensitivität noch Spezifizität haben. Trotzdem bezeichnen wir diese als “beweisend für” oder “Ausschluss einer” speziellen Diagnose. Dies ist bei näherem Nachdenken offensichtlich nicht korrekt. Wieder einmal vor Augen geführt wurde mir das Ganze in einer interessanten Blogpostreihe “Emergency Medicine – a risky business” von StEmlyns. In aktuell vier Beiträgen (es scheinen noch mehr zu werden) setzen sich die Autoren mit der Frage auseinander welches Risiko akzeptabel ist, nicht ganz überraschen stellt sich heraus, dass dies unterschiedlich ist, abhängig von Erkrankung um die es geht, Population, Patientenwunsch und letztlich auch vom eigenen Risikobewusstsein.

Hochinteressante Posts deren Lektüre sich sicher lohnt.


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Korrekte Einstellung der Antikoagulation mit Marcumar

Leute, die mich kennen, wissen, dass ich ein Fan von Standardisierung bin. Für mich bedeutet Standardisierung eine Arbeitserleichterung, selbstverständlich kann ein Standard bei entsprechenden Argumenten jederzeit “over-ruled” werden.

Ich habe vor nicht allzu langer Zeit auf einen Standard hingewiesen, wie üblicherweise eine Überdosierung von Marcumar bearbeitet werden sollte. Nicht immer ist die Gabe von 10mg Vit K notwendig. Ganz im Gegenteil, eine dosierte und an dem STandard orientierte Vorgehensweise hilft, die indizierte Marcumarisierung rasch wieder im Zielbereich zu haben.Sehr interessant finde ich eine aktuelle Arbeit in Circulation.

In der RE-LY Studie wurden den Investigatoren im “Warfarin” Arm ein einfacher Algorithmus der Dosisanpassung angeboten, wie die Warfarin-Dosis geändert werden soll: Ist der INR im Normbereich, findet keine Dosisanpassung statt, ist er außerhalb des Zielbereichs, wird die Wochendosis um 10-15% geändert (d.h. eine 10-15% höhere Dosierung bei Unterdosierung bzw. eine 10-15% niedrigere Dosis bei Überdosierung also INR >3; hier ausführlicher: (1.51–1.99 or 3.01–4.00), and a 15% dose change for greater deviations from the target range). Die Untersucher stellten fest, dass die Paitenten, die offensichtlich nicht nach dem Algorithmus therapiert wurden, viel häufiger außerhalb des therapeutischen Bereiches waren und damit auch ein deutlich höheres Risiko für unerwünschte Ereignisse hatten.

Dies finde ich extrem spannend. Mir war gar nicht bewusst, dass es derartige “Algorithmen” gibt. Und auch im begleitenden Editorial wurde die Einschränkung gemacht, dass es sich um Studienbedingungen handelte und die Übertragung in die Praxis möglicherweise nicht so gelingt. Gleichzeitig zitiert das Editorial einige positive Ergebnisse aus der täglichen klinischen Praxis.

Interessant ist aus einer anderen Studie, welches die Ursachen für eine zu hohe Variabilität der INR Werte unter Antikoagulation ist:

  1. unübliche therapeutische Zielbereiche der Antikoagulation
  2. Lücken in der Messung der INR-Werte
  3. Keine Nachmessung der INR Werte, wenn die Dosis verändert wurde.

Spannende Vorgehensweise, meines Wissens in deutschen Krankenhäusern wenig realisiert. Wäre eigentlich eine Aufgabe der universitären Lehre. Was habe ich mich da immer abgeschuftet. Wer mehr wissen möchte, schaut in die Leitlinien.


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Anatomy in Emergency Medicine – Linktip

In der aktuellen Folge zur Schulteranatomie behandelt der Blog Läsionen mit notfallmedizinischer Relevanz im Rahmen eines Schultertraumas und geht dabei über die gängigen knöchernen Verletzungen hinaus.

Anatomy in EM ist ein exzellenter Video-Podcast der regelmässig neue Inhalt aus dem Schnittmenegenbereich Klinische Anatomie/Notfallmedizin bietet. Im Rahmen ca. 10- minütiger Videovorträge präsentiert der Autor, ein temporär in die Klinische Anatomie ausgewanderter Notfallmediziner, regelmässig klinische Beispiele häufiger neurologischer und unfallchirurgischer Notfallthemen. Die Beispiele sind immer praktisch relevant gewählt und thematisieren in der Regel wirklich nur das, was der Notfallmediziner wissen sollte.


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Clinician´s Update: Akute Blutung unter Dabigatran

Wir haben uns ja bereits öfters mit dieser Thematik beschäftigt. Wie kann ich einen Patienten, der unter Dabigatran Therapie blutet, optimal versorgen.

Hierzu möchte ich auf einen aktuell erschienenen Artikel in Circulation verweisen (Kategorie Clinician´s Update). Wer diese Serie in Circulation kennt, weiss, dass zunächst ein Fall vorgestellt wird und anschließend der Fall theoretisch aufgearbeitet wird.Was sind die Schlüsselbotschaften dieser Fortbildung:

  1. Die Gabe von Dabigatran ist bei Patienten mit schwerer Einschränkung der NIerenfunktionseinschränkung kontraindiziert. Bei älteren Patienten und/oder einer Clearance von 30-50ml/min ist eine Dosisanpassung vorzunehmen (110mg Dabigatran 2x täglich)
  2. Bei Patienten, die einen operativen Eingriff mit niedrigem Blutungsrisiko erhalten (z.B. Zahnextraktion), kann die Gabe von Dabigatran fortgeführt werden. Derartige Eingriffe sollten >100min nach letzter Gabe von Dabigatran durchgeführt werden.
  3. Bei milden Blutungen sollte Dabigatran gestoppt werden, und eine differentialdiagnostische Aufarbeitung erfolgen.
  4. aPTT Messung ist geeignet, um das Vorliegen einer Dabigatran-Therapie zu überprüfen. Ist die aPTT nicht verlängert, liegt kein nennenswerter Spiegel an Dabigatran vor. Mittels Thrombin Zeit und entsprechender Kalibration können Dabigatran Spiegel bestimmt werden.
  5. Bei schweren Blutungen sind verschiedene Maßnahmen zu ergreifen: I) Anwendung von lokaler Maßnahmen (eigentlich logisch), die letzte Gabe von Dabigatran sollte erfragt werden, in Abhängigkeit von der Halbwertszeit sollte z.B. eine Tamponade bei Nasenbluten verbleiben; II) Messung von Creatinin, Aufrechterhaltung der Diurese; III) Transfusion von EKs und Fresh Frozen Plasma sowie IV) Verabreichung von Prothrombinkomplex

Den hier nochmals eingestellten Algorithmus finde ich sehr praktikabel:


Copyright © 2008
This feed is for personal, non-commercial use only.
The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright. (Digital Fingerprint:
)

Thematisch passende Beiträge

Das EXPERIMENT – Unser Blog zieht um!

Liebe Freunde der Notfall- und Akutmedizin

Lars Lomberg, ich und unsere Autoren haben überlegt, wie wir unser gemeinsames Interesse an der Notfall- und Akutmedizin noch besser an unsere Leser transportieren können. Deshalb haben wir uns entschieden, die Blogs www.newsakutmedizin.blogspot.com und www.nofame4u.de zusammenzuführen und unter die Obhut unserer Fachgesellschaft DGINA e.v. (Deutsche Gesellschaft für Klinische Notfall- und Akutmedizin e.V.) zu stellen.

Bitte besuchen Sie uns zukünftig auf: www.blog.dgina.de
(DER deutschsprachige Blog in Notfall- und Akutmedizin)

Dieser Umzug ist für Sie mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden. So werden Sie sich neu anmelden müssen, auch die Links müssen aktualisiert werden. Wir hoffen jedoch, dass wir in gewohnter Weise unsere Themen gemeinsam mit Ihnen diskutieren können und durch diese Veränderungen unseren Leserkreis weiter erweitern. Falls Sie Verbesserungsvorschläge haben, bitte wenden Sie sich direkt an uns.

Ihr Michael Christ im Namen der Autoren

Trauma – Wieviel Volumen, welches Volumen?

It´s the volume, stupid (in Anlehnung an den Wahlentscheidenden Slogan von B. Clinton). Eine einfache Phrase, letztendlich in der Medizin doch schwierig zu entscheiden.

Tim Harris et al. gehen in ihrem Übersichtsartikel "Early fluid resuscitation in severe trauma" auf das Volumenmanagement bei schwerem Trauma ein.

Kurz und knapp formuliert, fasst der Artikel wesentliche Grundsätze des Volumenmanagements zusammen. Etwas frustrierend ist, dass es eigentlich nicht viel Neues gibt:

1) Wie wird ein Patient identifiziert, der in das Damage Control Concept eingeschlossen wird: Dies sind Trauma-Patienten, die innerhalb der ersten 2-4h mindestens 4 Erykonzentrate benötigen.

Das DCR Konzept legt fest, dass zunächst die Blutungsquellen gestoppt werden müssen, erst dann wird Volumen gegeben. Somit wird nicht mehr - wie früher - viel Volumen gleich am Unfallort gegeben, sondern man ist sehr restriktiv und geht eine permissive Hypovolämie ein. Dies führte zu einer deutlcihen Reduzierung der Volumen. Aber auch hier gibt es interessante tierexperimentelle Arbeiten und nciht "one size fits all".

2) Wie können Patienten mit Schock identifiziert werden? Ein Blutdruck <90mmHg gibt einen Hinweis, insgesamt werden Schockpatienten jedoch über den reduizierten Blutfluß identifiziert. Laktatbestimmung ist eine Option. Weitere Details im Paper.

3) Welche Art von Volumen soll gegeben werden? SChwerpunkt liegt auf Kristalloiden. Aber auch hier gibt es bei bestimmten Traumaformen (z.B. isoliertes leichteres SHT) die Möglichkeiten, über die Gabe von hyperosmolaler NaCl-Lösung Vorteile zu erzielen. Die Datenlage ist aber weit weg von eindeutig.

4) Die Gabe von Tranexamsäure scheint sich zwischenzeitlich zu etablieren. Empfohlen werden 1g über 15min, dann 1 g über 4 Studnen (innerhalb von 3 Stunden nach Trauma).

Der Artikel ist es wert, durchgearbeitet zu werden. Viel Spaß dabei!

Einen etwas umfangreicheren Artikel zum Traumamanagement finden Sie in Postgrad Med 2012. Auch sehr lesenswert.

Nachgefragt – Wie lange noch Adrenalin bei Reanimation?

Liebe Kollegen. Vor kurzem hatten wir eine aktuelle Analyse zum Stellenwert von Adrenalin bei der Reanimation vorgestellt.

Nun habe ich in der aktuellen Ausgabe von Intensiv-News
einen exzellenten deutschsprachigen Artikel von Kollegen des Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf gefunden. Exzellent recherchiert und auch sehr gut kommentiert. Die derzeitigen Empfehlungen sollten weiter befolgt werden, nichtsdestotrotz muss man sich mit dieser Thematik beschäftigen. Ein Ergebnis der Diskussion ist aber auch .... VIEL Adrenalin (wer kann sich nicht daran erinnern, dass Adrenalin in hohen Mengen pur gegeben wurde) hilft nicht unbedingt viel.

Auch muss differenziert betrachtet werden, was jeder von uns subjektiv empfindet: Und hier bedeutet die erfolgreiche Abgabe eines Reanimierten Patienten nicht unbedingt, dass er auch überlebt. Sehr nachdenkenswert.

Noch ein Tipp:
Wer die Intensiv News regelmässig lesen möchte, kann sich gerne kostenlos das iPad App Intensiv-News runterladen. Extreme Erleichterung und Sie haben immer Zugriff auf aktuelle hervorragende Literatur.